In VMware View können über eine standard RDP Funktion lokale Clientlaufwerke in die virtuelle Sitzung durchgereicht werden. Dabei werden die Laufwerke auf dem virtuellen Gast als Netzwerklaufwerke, z.B. C auf Client erkannt. Ohne Einschränkungen im Active Directory (Gruppenrichtlinie) werden so alle Laufwerke auf dem Client verbunden.

Im Screenshot ist der Arbeitsplatz des virtuellen Desktops zu sehen, auf dem drei lokale Laufwerke (A,C,D) verbunden worden sind. So hat der Benutzer Zugriff auf Dateien des lokalen Computer. Dies ist aber nicht immer gewünscht und so kann man dem unter Verwendung von Gruppenrichtlinien einen Riegel vorschieben. Dazu hat man zwei Optionen:
- Verwendung der mit View gelieferten Client Policy
- Verwendung der Active Directory Policy, die auf den virtuellen Desktop angewendet wird
Zwischen den beiden Möglichkeiten gibt es aber ein paar wichtige Unterschiede.
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View Policy ( VDM_Client.adm)_
Die VDM_Client.adm Datei ist eine Vorlage zur Integration ins Active Directory. Diese Datei wird im Gruppenrichtlinien Editor geladen und kann dann darüber zentral verwaltet werden. Der name der datei beschreibt auch schon, wo diese angewendet wird, nämlich auf dem Client, also dem Gerät, welches sich mit dem virtuellen Desktop verbinden möchte. Diese Policy wird benutzerbasierend, und nicht maschinenbasierend angewendet.
Was bedeutet das?
Es bedeutet, dass diese Richtlinie zunächst einmal auf dem Client läuft, also dieser auch im Active Directory integriert sein muß, was bei Clients, die sich über das Internet anmelden sollen nicht so ist. Zweitens muss die Richtlinie im Active Directory auf z.B. die Benutzer OU gelegt werden und nicht auf die OU des Client Computers. Dies ist eine häufige Fehlerquelle und sollte bei Problemen als erstes kontrolliert werden.
(Die RDP Einstellungen sind beim View Client Benutzerbezogen und werden auf dem Client angewendet)
Integrierte Active Directory Policy
Im Active Directory ist schon ohne Notwendigkeit einer ADM Datei eine Richtlinie vorhanden, die das Verbinden von Laufwerken des Client Computers zentral unterbinden kann. Diese Richtlinie wird im Gegensatz zur ViewClient Policy auf den maschinenbasierten Teil und
nicht auf den Benutzer! Auch wird die Richtlinie nicht auf den Client, also das verbindende Gerät, sondern direkt auf den virtuellen Desktop angewendet. Damit muss der Client Computer kein Mitglied der Domäne sein.
Wenn die Richtlinie dann auf die OU angewendet wurde, in der sich der virtuelle Desktop befindet, so werden die Laufwerke nicht mehr verbunden.
Bei der Verwendung der ADM Dateien für den Client kommt es oft zu Fehlern, die meisstens auf falsche Anwendung der Richtlinie zurückzuführen sind. Oft wird versucht die Client Richtlinie auf virtuelle Desktops, also die Agents anzuwenden und das funktioniert nicht. Auch wird häufig davon ausgegangen, dass es eine maschinenbasierende Richtlinie ist, dass stimmt aber nicht.